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v.l.: Manfred Mächnich, Rainer Hofmann, Bettina Lerch (Koordination), Chrisoph Zimmer, Johannes Rieger

Ein breites Bündnis verschiedenster landwirtschaftlicher Organisationen in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe erklärte im Mai 2004, dass auf ihren landwirtschaftlichen Flächen kein gentechnisch verändertes Saatgut zur Anwendung kommen soll. Die Verzichtserklärung wurde den über 4.200 Landwirte in den beiden Landkreisen zum Unterzeichnen zugesandt. Die Erklärung gilt bis auf Widerruf. Im April 2005 hatten 1.180 Landwirte die Selbstverpflichtungserklärung (28 Prozent aller Landwirte) unterschrieben.

Leider wurden keine Angaben zu der betrieblichen Flächenausstattung erhoben. In Abstimmung mit den KoordinatorInnen der Region erfolgte auf Basis von Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg eine vorsichtige Schätzung der Fläche. In Anlehnung an die Angaben zur durchschnittlichen Flächenausstattung von 27,5 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche je Betrieb lässt sich für die GFR ein Flächenumfang von mindestens 32.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche berechnen.

Initialzündung zur Gentechnikfreien Region Hohenlohe gab eine vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) angestoßene Podiumsdiskussion mit über 300 Besuchern am 12. März 2004. In der Folge trafen sich mehrfach Vereinsspitzen und Geschäftsführer von Erzeuger- und Anbauverbänden, Maschinenringen, ehemalige Fachschulabsolventen, Landfrauen und -jugend sowie VertreterInnen des evangelischen Bauerwerkes zu intensiven Beratungen darüber, was sich gemeinsam tragen und auf den Weg bringen lässt.

Trotz aller Gegensätze zwischen ökologischem und konventionellem Landbau und trotz der anhaltend unsicheren agrarpolitischen Großwetterlage konnte unter allen Beteiligten Konsens erzielt werden, dass es der bessere Weg ist, auch zukünftig auf gentechnisch verändertes Saatgut zu verzichten. Um die Hürde zum Mitmachen nicht allzu hoch zulegen, wurde von weitergehenden Forderungen wie den Verzicht auf Gensoja-Futter vorerst abgesehen.

Den Landwirten wurde jedoch empfohlen, bei ihrem Lieferanten GVO-freies Soja nachzufragen. Dass dies nicht nur im biologischen Anbau möglich ist, hat die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Hall bewiesen, deren 600 Bauern schon seit Jahren GVO-frei wirtschaften.

Flyer Bündnis Gentechnikfreies Hohenlohe


Service

Vortrag "Gentechnik auf Acker und Teller"

von Bettina Lerch

Informationen und Terminanfragen: buendnis-hohenlohe@gmx.de

Ausstellung "Maisschützer contra Gentechnik"

Wanderausstellug über die Partnerschaft zwischen Bäuerinnen und Bauern aus Hohenlohe und der Sierra Juaréz in Mexiko

Informationen und Verleih: buendnis-hohenlohe@gmx.de

Ausstellungstafeln als PDF anschauen:


Die Mitglieder

  • agenda21 Hohenlohe
  • Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall
  • Bioland Hohenlohe
  • Demeter Hohenlohe
  • Ecoland
  • Erzeugergemeinschaft Hohenloher Höfe
  • Evangelisches Bauernwerk in Württemberg
  • Imkervereine Hohenlohe-Schwäbischer Wald
  • Kreislandfrauen Schwäbisch Hall und Crailsheim
  • Maschinen- und Betriebshilfsring Blaufelden
  • NABU-Kreisverband Schwäbisch Hall
  • Umweltzentrum Kreis Schwäbisch Hall
  • Vereine der landwirtschaftlichen Fachschüler Blaufelden, Crailsheim und Schwäbisch Hall
  • Vereinigung der Schweineerzeuger Blaufelden-Crailsheim und Schweineerzeugervereinigung Schwäbisch Hall